Der von der Doppelhelix-Struktur der DNA inspirierte Rundbau erwies sich als kongenialer Partner für diesen musikalischen Marathon. Das Zentrum des Geschehens lag im zentralen, 30 Meter hohen, runden Atrium des Gebäudes. Hier spielten die Musiker auf der Bühne, hier hingen die Segel, auf denen die Projektionen zu sehen waren. Die Besucher konnten das Geschehen auf Stühlen im Foyer verfolgen. Oder sie wandelten dabei auf den zwei Aufgängen, die sich am Rand des Atriums stufenlos in die Höhe winden und über drei Stege miteinander verbunden sind. Gerade dort eröffneten sich den Gästen immer wieder neue reizvolle Perspektiven auf Musiker und Visuals (weitere Bilder hier). Auf den Plattformen vor den Büroeinheiten, die sich rings um das Atrium Segment für Segment in die Höhe schrauben, fanden sich sogar Lounge-Sessel, Matratzen und Sitzsäcke, auf denen man die magischen Soundskulpturen der Künstler höchst entspannt die Nacht hindurch genießen konnte.
Den Großteil der Aufführung der Komposition „SPIRAL SPACE II – acoustic luminescence“ bestritt Bärtschs vierköpfe Formation MOBILE mit groovenden Sounds, die, zusammengesetzt aus wenigen Phrasen und Motiven, immer wieder neu und abwechslungsreich kombiniert und überlagert wurden. Für das abendliche Hauptkonzert erweiterte Bärtsch die Band mit einem Streichquintett zum Ensemble MOBILE EXTENDED. Die zuvor noch minimalistische, trancehafte Musik entwickelte jetzt eine pulsierende, mitreisende Kraft, die das große Atrium zum Vibrieren brachte.
Fazit: Ein großartiges Event. Selbst unseren Kindern hat der Ausflug in die Klang- und Performancewelt des Nik Bärtsch sehr gefallen. Bis zum Ende haben wir allerdings nicht durchgehalten – etliche andere Besucher hingegen schon (3sat Video-Bericht).
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